Flugzeug

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Mit Flugzeugen zu trampen ist möglich. Es braucht etwas Anstrengung, ist jedoch sicherlich nicht unmöglich. Vor allem in der Vergangenheit wurde es häufiger praktiziert. (Quelle?)

Privatflugzeug

Das Mittrampen in kleinen/privaten Flugzeugen ist möglich, wobei es ein weitaus weniger spontanes Erlebnis sein könnte, als mit Autos.

Falls der Flugplatz ein kleines Café oder Restaurant in der Nähe hat, halte dich dort auf und unterhalte dich (Piloten sind manchmal an speziellen Taschen und ähnlichem erkenntlich). Offensichtlich hilft es, Interesse am Fliegen zu zeigen!

Du kannst anbieten Flugzeuge zu waschen – in den USA ist das etwa 50 Dollar wert – oder fragen, ob Du auf dem nächsten Flug mitdarfst. Hab' einen Eimer und einen Schwamm parat und sei bereit zu fragen, wo Wasserhahn und Schlauch sind. Bei wirklich kleinen Flugplätzen sehen häufig geflogene Maschinen auch entsprechend aus – Dreckstreifen, flaches Gras um den Hangar.

Das Beste wird sein, auf öffentlichen Flugplätzen nach Mitflügen zu fragen, besonders früh an Wochenendsmorgen. Da jedoch die meisten Piloten, die längere Strecken fliegen (z.B. über 500 Meilen) ihre Planung schon abgeschlossen haben (und schon alle nötigen Unterlagen, Wetterinformationen usw. haben) bevor sie sich zu ihrem Hangar begeben, könnten sie sich direkt dorthin begeben, ohne vorher nochmal im Aufenthaltsraum (oder einem anderen öffentlichen Ort) vorbeizuschauen. Dies könnte die mögliche Spontaneität bei der Mitflugfindung einschränken; – ein Zettel an der Pinnwand des Flugplatzes oder am schwarzen Brett des Cafes, das von den Piloten regelmäßig besucht wird, könnte zu besseren Ergebnissen führen.

Oft machen Piloten, die darauf aus sind ihre geflogenen Kilometer zu erhöhen (als Voraussetzung für irgendwelche Scheine oder so), wöchentliche Routineflüge zu einige Autostunden entfernten Städten. Frage auf jeden Fall nach, ob sie dort auch eine Landung planen! Flugschüler, die ihren letzten Schulflug unternehmen, bevor sie ihren Schein erhalten, könnten auch bereit sein Mitflieger mitzunehmen, die ihnen helfen, die Spritkosten zu tragen; – obwohl dies eigentlich verboten ist, kann es unter einer „Wenn-Du-nichts-sagst-sage-ich-auch-nichts“-Vereinbarung stattfinden. Zettel an betriebigen Flugschul-Nachrichtenbrettern sind eine gute Möglichkeiten dafür Kontakte zu knüpfen.

Korrektur: Es ist nicht verboten, die Kosten für Sprit und Miete der Maschine zu teilen. Regeln für Privatpiloten besagen, dass diese Piloten nicht für Profit befördern dürfen. Leute, die ihre Berufspilotenlizenz (CPL) machen, unternehmen viele lange Überlandflüge, wobei das Aufteilen von Kosten jedoch komplett normal ist.

Mit steigenden Spritpreisen könnten Piloten weitaus weniger mitnehm-freudig sein: In einem kleinen Flieger fällt dein zusätzliches Gewicht ordentlich ins Gewicht. Obwohl es nicht dem Geist des Trampens entspricht (– vielleicht eher im Sinne dessen, was so in Rumänien verbreitet ist –), könnten deine Chancen beser stehen, wenn du bereit bist die Treibstoffkosten mitzutragen. Behalte im Kopf, dass dies für eine kleine einmotorige Maschine (wie eine Cessna 150) etwa die Kosten einer Fahrt bedeuten wird; für größere Flieger könnte es vergleichbar sein mit den Kosten für das Mieten eines Autos zuzüglich der Benzinkosten – oder sogar wie ein kommerzieller Flug.

Anmerkung:

Als in den USA lebender Privatpilot, muss ich anmerken, dass die hier angebotenen Tipps und Ratschläge schlichtweg falsch und unverantwortlich sind. Die Richtlinien der FAA (Federal Aviation Administration) unter denen Flüge in den USA stattfinden besagen sehr klar, dass es Piloten (gleich ob Private oder Commercial) nur dann erlaubt ist, Passagiere auf deren Verlangen mitzunehmen, wenn diese Flüge unter FAR Part 121 oder 135 stattfinden, für welches besondere Zertifizierungen notwendig sind. Privatpiloten fliegen üblicherweise unter Part 91, und es ist ihnen strikt untersagt, Auftragsflüge jeglicher Art (gleich ob entgeltlich oder nicht) durchzuführen. Passagiere sind nur dann erlaubt, wenn Pilot und Passagiere einen "common purpose" nachweisen, der über den gemeinsamen Flug hinaus geht. Piloten dürfen ihre Flüge auch nicht in irgendeiner Form der Öffentlichkeit anbieten, sofern sie nicht unter Part 121, 135 operieren.

Aber viel Wichtiger: Student-Pilots, also Flugschüler, dürfen ÜBERHAUPT NICHT und unter GAR KEINEN UMSTÄNDEN Passagiere mitnehmen. Das ist völlig illegal. Dieses anzubieten oder zu ermuntern ist völlig unverantwortlich. Die Folgen einer Ertappung sind groß. Und im Unfall-Fall auch nicht mehr unter Versicherungsschutz. Auch die "Wenn-Du-nichts-sagst-sag-ich-auch-nichts" Regel ist absoluter Unsinn. Die FAA führt stichprobenartig sog. "ramp checks" durch. Dabei werden Piloten völlig willkürlich von FAA Agenten auf dem Flugfeld angesprochen und überprüft.

kommerzielle Flugzeuge

Du kannst auch mit kommerziellen Flugzeugen mittrampen. Es geht im Wesentlichen ähnlich wie das Auto-Trampen, wobei es im Allgemeinen mehr Anstrengung bedarf. Begib dich einfach an einen Flughafen und frage Leute, ob sie dir ein Ticket kaufen. Es könnte eine Weile dauern, doch wenn Du verrückt genug bist, Leute danach zu fragen, so wird sich jemand finden, der verrückt genug ist, dir eines zu kaufen.

Am Ende ist es nur eine Statistikfrage. Es wird dir jemand ein Ticket kaufen, manchmal musst du dafür nur sehr viele Leute fragen und es hängt von der Geschichte ab, mit der du ankommst und wie du auf Leute zugehst.

Deine beste Wahl sind die Leute in Anzügen. Diese zahlen nicht selber für das Ticket, sondern ihr Unternehmen. Ein Trick, den du sie anwenden lassen kannst, ist, dass sie ihrer Firma erzählen, sie hätten ihren Flug verpasst und daher ein neues Ticket kaufen müssen. Dieses neue Ticket ist für dich. Der Preis selber ist auf dem Ticket nicht angegeben, sie brauchen nur den Beleg um es erstattet zu kriegen.

Es gibt Geschichten von Trampern, die schon so gereist sind.

Billige Flüge

Flugtickets können manchmal sehr billig erworben werden – was natürlich nicht das selbe ist wie zu Trampen.

Du könntest mehr Glück haben mit dem Trampen per Boot.