nachdem ich in nuakchott aus dem internetcafe kam, habe ich bezahlt und bin mal richtung norden losmarschiert. es war ein bisschen warm und nuakchott ist ziemlich weitläufig, deswegen habe ich mir nach 2 km ein taxi bis zur stadtgrenze geleistet. dort wurde mir zuerst ganz mulmig, denn es war irgendwo im nirgendwo, weit und breit nix, was mache ich nur, wenn keiner hält...

but my worries were absolutely without cause, after about 10 minutes a toyota pickup stopped and gae me a lift. the owner introduced himself as "maurice", he was mauretanian, the driver was a malian and another man was senegalese. we raced with 150 km/h through the mauritanian desert towards north. at the police posts we did not get controlled but all wanted to shake hands with maurice. the 500 km we did in less than 4 hours - a rest included, the road north of nuakchott is in a very good condition - for africa.
an der grenze setzten sie mich ab, reich versorgt mit kaltem wasser und keksen, alle waren dort beeindruckt von mir: "sie ist mit maurice gekommen... " er muss eine wirklich bekannte persönlichkeit sein...
an der grenze war viel los, viele europäer, die nach süden wollten, aber auch senegalesen, die aus europa kamen und ihre familien anlässlich des tabaski festes besuchen wollten. alle drängelten sich an dem schalter, jeder wollte zuerst. mir war das zu blöd, ich gab meinen pass ab, setzte mich in den schatten und wartete...
nach etwa einer stunde wurde ich aufgerufen. der grenzer wollte wissen, wo mein visum fur mauretanien ist:
"ich reise nicht ein, sondern aus, nach marokko, ich bin alleine, ohne auto und trampe!"
"das geht nicht! finde zuerst eine transportmöglichkeit, dann gebe ich dir den pass zurück"
scheisse! alles fuhr nach süden, nach norden sah es düster aus. aber da fuhr gerade ein marokkanischer truck vor. ich rannte hin und fragte, ob er mich mitnehmen wurde. der fahrer bejahte sofort und ich rannte zu dem grenzer, um den pass zu holen, aber wir sind ja in afrika und ich musste mich wieder gedulden bis ich an der reihe war...
ali, der fahrer lud derweil mein gepäck in den truck und endlich hatte ich auch meinen pass und wir konnten losfahren, aber da fing ali an, mich um geld zu fragen, was wollte ich machen, er wollte 200 dirham bis dakhla oder 400 bis agadir. ich hatte keine dirham, sondern nur CFA, aber "ganz zufallig" war ein geldwechsler da... ich hatte keine ahnung, wie der wechselkurs ist und habe nur 150 dirham gewechselt, die ich ali gab. er war zufrieden und meinte, er würde mich bis dakhla mitnehmen. endlich fuhren wir los.
alle europäer stöhnten über die grenzformalitäten, dabei hat diese grenze "nur" 2 stunden gedauert und war somit relativ flott.
ali sprach kein französisch und die verständigung war ein bisschen schwierig. so langsam fielen mir die arabischen wörter wieder ein, trotzdem nuschelte er vor sich hin, er verstand zwar mich, aber ich ihn nicht. aber wozu hat man hände und füsse...
nach 80 km kam eine "fernfahrerkneipe", wo wir gegessen haben. alis bekannter lebt in italien und wir haben uns auf italienisch unterhalten. er erzählte mir, dass ali seit 30 jahren zwischen agadir und nouadhibou hin und herfährt und jeden auf dieser strecke kennt. ali erklärte sich bereit mich auch bis agadir mitzunehmen und diese 150 dirham beinhalteten auch die ganze verpflegung unterwegs. um mitternacht waren wir in dakhla und ich schlief im truck während ali eine andere unterkunft hatte. am nächsten morgen lud er und nahm noch eine 5-köpfige familie mit. yussef, fatima und 3 kleine kinder, alle in der fahrerkabine...
es gab viele polizeikontrollen und jedesmal, wenn sie mich sahen, wurde mein pass ausgiebig begutachtet, was ist mein beruf, wo komme ich her, wo fahre ich hin usw... das wurde uns bald zu blöd und ich ging auf tauchstation an den posten. wir fuhren mittags los in dakhla und nach etwa 2 stunden kam ein schild: AGADIR 1.000 KM

es zog sich... in der nacht hielten wir zweimal, weil ali eine mütze schlaf brauchte. ich bekam kein auge zu. nicht nur, weil es ein bisschen unbequehm war, auch die diversen körperausdünstungen hielten mich vom schlafen ab. nicht, dass ich besonders fein gerochen hätte, aber es duftete auch intensiv nach kinderkotze und fürzen...
mittags kamen wir in agadir an, 24 stunden von dakhla. ali setzte uns am busbahnhof ab, die familie wollte weiter nach safi und auch ich bin mit dem bus nach marrakesh gefahren. ich war ziemlich platt und die aussicht 2 km in der sonne mit gepäck zur strasse nach marrakesh zu laufen war nicht besonders prickelnd.

der bus war "klimatisiert " was bedeutete, dass die temperatur sich um 1-2 grad unter saunaniveau bewegte. aber wir zuckelten richtung marrakesh, es gab sehr viel verkehr und man konnte schlecht überholen. die landschaft war klasse!!! um 8 uhr waren wir da und ich habe ein hotel in der altstadt gefunden. 3 tage ohne dusche, ohne zähneputzen, ohne aus den kleidern gekommen zu sein...
trotz der müdigkeit bin ich nach der dusche noch durch die stadt gelaufen. die altstadt ist toll, trotzdem, wenn man von süden kommt, hat marrakesh nicht den zauber des orientalischen, sondern ist nur eine andere grosse stadt mit einem markt.
ich habe angefangen zu packen, den rucksack auszumisten und hoffe, dass alles reinpasst. um 12 uhr muss ich das zimmer räumen. ich fahre dann mit dem bus zum flughafen und übernachte dort.
das wars aus afrika. morgen abend bin ich wieder in deutschland, komische vorstellung, ich habe mich gerade so ans reisen gewohnt.
FAZIT: es war INTENSIV und hat mir wieder lust am reisen in afrika gemacht, diese lust ist mir in den letzten jahren in äthiopien etwas abhanden gekommen. es war so intensiv und klasse wie beim ersten mal!





























