Indonesien

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Flagge Indonesiens Indonesien
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Administration
Sprache: Amtssprache: Indonesisch; ca.700 Regional- und Völkersprachen
Hauptstadt: Jakarta
Einwohner: 237.556.363 (Volkszählung 2010)
Währung: indonesische Rupiah
Eignung zum Trampen: gut – sehr gut
Zusätzliche Informationen:


Die Republik Indonesien ist der grösste Inselstaat der Welt und grenzt an Malaysia, Singapur, Osttimor, Papua-Neuguinea, sowie über Seegrenzen an die Philippinen und Australien. Die Fläche des 4. grössten Staates der Welt verteilt sich auf über 17‘500 Inseln, von denen ca. 6000 bewohnt sind. Bis zur anerkannten Unabhängigkeit am 27. Dezember 1949, war Indonesien Kolonialgebiet der Niederlande.

Trampen ist in Indonesien sehr Regional/Insel abhängig, doch eigentlich überall machbar. In ärmeren/ländlicheren Regionen, wird normalerweise, auch von Einheimischen, dem Fahrer abhängig der Länge und Lage gefahrenen Strecke für den Transport einige Rupiah Trinkgeld bezahlt. Dieses Trinkgeld ist sehr unterschiedlich, so bezahlt man auf Bali ca. 1500Rp/km und auf Sulawesi ca.500Rp/km. Die Autos besitzen sehr selten eine Klimaanlage (AC) und sind in einem guten bis miserablem Zustand. Sehr oft kommt es vor, dass Einheimische keine Tramper mitnehmen, da sie den Taxifahrern nicht das Geschäft streitig machen wollen oder organisieren in manchen Fällen einen Bekannten, der Taxi fährt.

Eine sehr gute und kostengünstige, jedoch mit viel Gepäck nicht allzu bequeme Alternative zum Autostoppen/Taxis, sind für kurze Strecken die Bemos, die ein ausgeklügeltes Liniennetz abfahren und für längere Reisen sind Tag-/Nacht-Busse empfehlenswert. Bemos besitzen praktisch nie eine AC, wobei es bei den Bussen verschiedene Angebote gibt, wovon der klimatisierte immer die teuerste Variante ist.

Das Strassennetz sowie der Öffentliche Verkehr ist in den meisten Regionen sehr ausgebaut und zur Weiterreise ausreichend, auch wenn die Strassen nicht mit westlichen Standarts mithalten können und vielerorts sehr baufällig sind. Der Verkehr ist für Neulinge ein wirklicher Horror. Es ist davon abzuraten sich selber an den Lenken eines Autos oder Motorrad zu setzten.

Verständigung/Kommunikation

Auf Grund der vielen verschiedenen heimischen, sowie im Verlauf der Geschichte zugezogenen Völkergruppen, bestehen noch immer etliche diverse Sprachen und Dialekte, beinahe 700 verschiedene Sprachen. Diese Unterschiede sind nicht immer Inselabhängig, sondern können von einem Distrikt (ähnlich Bundesland) zum nächsten oder von Dorf zu Dorf variieren. Nach der Unabhängigkeit wurde die Amtssprache „Indonesisch“ eingeführt, welche praktisch von jedem Einheimischen, egal wo, verstanden wird. Zur Verständigung und Kommunikation ist man mit Englisch auf der sicheren Seite, da den Kinder die Basics bereits in der Grundschule gelehrt werden. Entfernt man sich jedoch sehr weit von den touristischen Orten, fehlen die Englischkenntnisse meistens. An dieser Stelle ist es sehr ratsam, etwas an Indonesisch sprechen zu können. Da die Sprache sehr simpel aufgebaut ist und die Linguistik der Buchstaben wie in deutschen Sprachen betont werden, lernt man durch Selbststudium sehr schnell sich zu verständigen, wie etwa ein Essen oder etwas zu trinken zu bestellen.

Beispiel fürs Bestellen:

Saya mau… (Ich möchte… / I want…)

… makan (zu essen / to eat)

… minum (zu trinken / to drink)

Beispiel für die Weiterreise:

Saya mau ke … (Ich möchte nach… / I want to go to…)

Moralvorstellungen und Verhaltensweisen

Indonesien ist Bevölkerungstechnisch der grösste Islamische Staat der Erde. Neben dem Islam sind ebenfalls die grossen Religionen vertreten, Hinduismus, Buddhismus und Kath. Christentum. Speziell auf Bali ist der Hinduismus die meist vertretene Religion und aus diesem Grund die touristisch meistbesuchte und aufgeschlossenste Insel.

Das Verhalten sollte wie in anderen islamischen Ländern angepasst sein, jedoch werden bei Touristen des Öfteren ein Auge zugedrückt. Im Allgemeinen gilt vor allem für Frauen, keine kurzen Röcke, keine schulterfreien Tops oder sonstige obszöne Bekleidungen. Es ist untersagt oben ohne herumzuspazieren, ausser an Stränden oder in Hotel-Resorts.

Drogen sind in Indonesien streng verboten und in schlimmen Fällen werden Vergehen sogar mit dem Tode bestraft. Zu sagen ist, auf Bali findet man an beinahe jeder Ecke ein Mushroom-Shop, die psychoaktive Pilze verkaufen, oder wird von Einheimischen nach dem Kauf von Cannabis gefragt, auch wenn der Handel, Besitz sowie Konsum strengstens verboten ist und deshalb auch nur empfehlenswert die Finger davon zu lassen. Das trinken von Alkohol ist grundsätzlich kein Problem, jedoch sollte man sein Getränk nicht auf der Strasse sondern in einer Bar oder Restaurant geniessen.

Wie auch in anderen islamischen Ländern, wird einmal im Jahr die Fastenzeit Ramadan vollzogen, in der es öffentlich nicht erlaubt ist zu essen, Alkohol zu trinken und Tabak zu rauchen. Grundsätzlich wird man als Tourist natürlich, für das Nichteihalten der Ramadan-Regeln, nicht gebüsst, jedoch kann man sehr schnell unangenehme Blicke auf sich ziehen.

Städte

Auf jeder grösseren Insel gibt es so was wie eine Hauptstadt. Unten sind grosse Städte, sowie aus anderen Gründen nennenswerte aufgelistet.

Java: Jakarta, Yogyakarta, Badung, Surabaya

Bali: Denpasar, Kuta, Ubud, Lovina

Lombok: Mataram, Kuta, Gili Islands

Sulawesi: Makassar, Manado, Gorontalo, Rantepao, Poso, Palu, Luwuk

Kalimantan: Banjarmasin, Pangkalan Bun, Pontianak, Balikpapan, Samarinda, Loa Janan

Sumatra: Medan, Palembang, Padang, Banda Aceh, Pangkalpinang, Bengkulu, Jambi, Bandar Lampung, Pekanbaru, Tanjung Pinang

Flores: Maumere, Larantuka, Moni, Komodo, Rinca

Papua: Port Numbay